7 Jahren ago

Dirigieren ist ein Feld für viele Scharlatane gewordenLe chef d´orchestre Martin Fischer-Dieskau

Interview mit dem Dirigenten Martin Fischer-Dieskau

Der Dirigent Martin Fischer-Dieskau (c) OPS

Herr Fischer-Dieskau, Sie sind sehr kurzfristig nach Straßburg gekommen, da Sie für Darell Ang eingesprungen sind, der aufgrund der Aschewolke über Europa nicht anreisen konnte. Sie dirigieren hier an drei Abenden hintereinander das OPS, das Orchestre philharmonique Strasbourg, mit Konzerten von Haydn, Mozart und Schubert.

Ja, das stimmt, das war eine sehr überstürzte Anreise. Ich bekam den Anruf am Montagmorgen und eineinhalb Stunden später saß ich schon mit den Partituren im Auto. Zum Glück hatte ich sie zuhause und kannte sie natürlich auch. Aber dennoch war es anstrengend. Schon während meiner Anreise hatte ich immer während des Fahrens ein Auge nebenbei in der Partitur!
Sind Sie schon öfter so knapp eingesprungen?

Ja, es kommt ja immer wieder vor. Das erste Mal erinnere ich mich, musste ich eine Oper in Neapel dirigieren. Damals war ich noch sehr jung und sehr aufgeregt. Heute ist das ja etwas anders und eigentlich sollte man so kurzfristige Engagements nicht machen, aber hier war es ja eine absolute Ausnahmesituation. Das Orchester konnte ja nicht alleine spielen!

Welchen Eindruck haben Sie vom OPS?

Ich habe festgestellt, dass das Orchester sehr, sehr gute Solisten hat. Der Hornist – übrigens ein Engländer – (Anm: Kévin Cleary) ist unglaublich gut, sehr präzise und gibt alles, was er hat. Auch der Oboist (Sébastien Giot) ist unglaublich, nicht zu vergessen der Cellist (Olivier Roth). Und dass der Solist des Mozartkonzertes Vladlen Chernomor noch gar nicht lange beim Orchester ist, wusste ich gar nicht. Es ist ja sehr mutig, vor dem eigenen Orchester als Solist aufzutreten. Die Kolleginnen und Kollegen sind ja mitunter auch die schärfsten Kritiker. Aber Chernomor hatte in den Proben bis zur Premiere dieses dreitägigen Zyklus eine ständige Weiterentwicklung.

Wie kamen Sie eigentlich dazu Dirigent zu werden, was war Ihre Motivation?

Ich dirigierte, noch zur Zeit meines Abiturs, eine Opernaufführung in der Charlottenburg in Berlin. Ein alter, jüdischer Kapellmeister, der emigrieren musste und wieder zurückkam, wie so viele seiner Generation, sah mich und sagte zu mir: „Junge, du musst das unbedingt zu Deinem Beruf machen!“

Wie sehen Sie die Rolle des Dirigenten?

Ein Dirigent ist dann gut, wenn die Musiker das Gefühl haben, dass sie ungestört spielen können. Natürlich muss ich die Grundparameter vorgeben und richtig atmen, muss den richtigen Grundpuls vorgeben. Aber der Fokus in einem Konzert darf nicht auf den Dirigenten gerichtet sein. Der Dirigent sollte einerseits nicht stören, andererseits aber alles bestimmen. Das Bild des Komponisten, das seiner Musik, sollte über dem Dirigenten und über dem Orchester emporsteigen. Dirigieren ist heute aber auch ein Feld für viele Scharlatane geworden. Es gibt heute sehr viele Musiker, Solisten ohne fachliche Ausbildung, die dirigieren. Orchester haben oftmals keinen Qualitätsmaßstab mehr, was ein guter Dirigent ist und was nicht. Eine enorme Anzahl an jungen Menschen studiert auch das Fach und drängt in den Beruf, aber wir alle wissen, ein guter Dirigent kann nicht jung sein. Das geht einfach nicht. Es fehlt die Erfahrung, mit der einfach die Qualität des Dirigierens zunimmt. Das Studium des Dirigierens beinhaltet ja eine ganze Reihe von Fächern, die alle wichtig sind – ob es das Partiturspiel oder die Schlagtechnik oder noch vieles andere ist. Das kann man nicht einfach ohne Ausbildung in gleicher Qualität abliefern. Ich zum Beispiel dirigiere so gut ich immer kann, auswendig. Denn, wie Celibidache einmal sagte: Man muss das Ende schon im Anfang spüren, um richtig dorthin zu navigieren. Obwohl Celibidache in gewisser Weise auch ein Scharlatan war – aber ein sehr liebenswerter! Leider ist die Zeit heute oft zu kurz. Vieles muss man sich daher schon im Vorhinein erarbeiten, um auswendig dirigieren zu können. Maazel oder Ozawa, unter denen ich ja gearbeitet habe, dirigieren ebenfalls auswendig. Die Welt des Dirigenten ist total getrennt von dem des Orchesters. Der Dirigent und das Orchester sprechen keine gemeinsame Sprache. Ein guter Orchestermusiker hat ganz andere Qualitäten als ein guter Dirigent. Ich für meinen Teil könnte zum Beispiel nicht in einem Orchester spielen. Ein Dirigent hat eine große Verantwortung. Er spielt auf einer Klaviatur, wobei der Ausdruck Klaviatur viel zu mechanisch ist, die aus lebenden Menschen und seelischen Pflänzchen besteht. Ich spüre immer wieder, wie groß meine Macht aber zugleich auch meine Verantwortung ist, denn alles was ich falsch mache, das hört man natürlich auch sofort.
Viele glauben, Dirigent sein bedeutet gleichzeitig auch Karriere machen. Das ist aber der falsche Zugang. Es gibt nur wenige, die zum Dirigieren tatsächlich einen musikalischen Zugang haben. Dieses absolute Streben nach Karriere ist nicht gut. Lange Karrieren, wie sie früher üblich waren, gibt es heute gar nicht mehr. Heute sind Verpflichtungen die über zwei, drei Jahre gehen normal. Nach drei Jahren erfolgt meistens ein Wechsel, oft auch erzwungen. Als Dirigent braucht man einen Machiavelli´schen Instinkt, um überleben zu können. Man muss Allianzen schließen können, manches Mal mit dem Intendanten kämpfen. Alles Dinge, die schwierig sind, aber auch dazugehören. Das Musikalische tritt hier ganz in den Hintergrund. Einer der großen Ausnahmen ist Nikolaus Harnoncourt. Er hat es geschafft, hier ganz abseits zu stehen und einfach seine Musik zu machen, so wie er es möchte. Das ist sehr zu bewundern. An ihm zeigt sich, dass Qualität doch auch noch siegen kann. Ich glaube fest daran, dass es letztendlich die Qualität ist, die einem Dirigenten zu Erfolg verhelfen kann, auch wenn es vielleicht länger dauert. Sehen Sie sich einmal die Karriere eines anderen großen Dirigenten, Georges Prêtre, an. Er ist heute im hohen Alter nach wie vor einer der wichtigsten und besten seines Faches. Das stimmt mich sehr zuversichtlich. Auf der anderen Seite ist es zu beobachten, dass der Trend immer mehr dazu geht, schlanke, sportliche Dirigenten zu verpflichten, dass das Aussehen immer wichtiger wird. Das ist eine falsche Entwicklung. Mir macht es zum Beispiel große Freude, mein Können zu erproben und ich bin der Meinung, der Erfolg sollte sich aufgrund des Könnens einstellen.

Sind Sie in einer speziellen Musikrichtung beheimatet?

Nein, überhaupt nicht. Ich spiele und höre vieles gerne. Das, was gerade angesetzt ist, finde ich immer toll. Man kann ja auch nicht zwischen Homer und Goethe aussuchen, entweder das eine oder das andere. Man braucht ja beides. Von meinem Elternhaus her war ich natürlich stark in der deutschen Romantik verwurzelt, habe mich viel mit Mozart auseinandergesetzt und der ital. Oper. (Anm: Martin Fischer-Dieskau ist der Sohn des Baritons Dietrich Fischer- Dieskau, der in diesem Jahr seinen 85. Geburtstag feiert) Aber ich habe keine Präferenzen. Was ich jedoch bedauere ist, dass es in den Konzerten immer weniger Mut zu progressiveren Programmen mit eher zeitgenössischer Musik gibt oder auch von Komponisten, die weniger bekannt sind. Die Programme sind ganz traditionalistisch geworden. In Taiwan konnte ich beobachten, dass die Komponisten, die in Europa studierten nach Hause kamen und Kompositionen verfassten, die ganz europäische Wurzeln hatten. Die Stücke wurden einfach mit einem taiwanesischen Instrument ergänzt, und das war dann die zeitgenössische Aufarbeitung. Antal Dorati, der berühmte Dirigent, komponierte auch. Meine Tochter, die gerade 20 geworden ist, spielte sein Klavierkonzert in Israel und in der Türkei. Ich denke, dass sie sehr begabt ist, was ihr auch ihr eigener Großvater bescheinigte. Am Sonntag (Anm: 25.4.10) wird sie ein Chopinkonzert in Hamburg spielen unter einem jungen Dirigenten, der einer meiner Schüler war. Ich werde dabei sein und bin schon sehr gespannt.

Gibt es etwas, das Sie sich persönlich für die Zukunft wünschen?

Ja, es wäre schön, einem eigenen Orchester vorzustehen und zwar für längere Zeit. Ein Orchester, mit dem man etwas aufbauen kann, ein Programm, das nicht nur über eine Saison, sondern über mehrere geht, mit einem roten Faden, der sich durchziehen kann. Ich bin noch immer auf der Suche nach dem „goldenen Weg“, der sich durch Offenheit auszeichnet und nicht durch politisches Kalkül. Ich wünsche mir, dass ich nicht wegzudenken bin, mich aber auch ständig weiter entwickeln kann. Es gibt so vieles, was ich noch machen möchte. Ich habe ja erst vor Kurzem mein musikwissenschaftliches Studium abgeschlossen. Ein Studium auch noch spät zu beginnen würde ich allen Musikern, vor allem Orchestermusikern, ans Herz legen. Und ich würde mir wünschen, dass sich die Musiker und die Dirigenten nicht allzu wichtig nehmen!

Herzlichen Dank für das Interview!

Das Interview führte Dr. Michaela Preiner am 23.4.2010 in Straßburg

Der Dirigent Martin Fischer-Dieskau (c) OPS

Interview avec le chef d’orchestre Martin Fischer-Dieskau

Monsieur Fischer-Dieskau, votre voyage à Strasbourg a été décidé au dernier moment. Vous avez remplacé Darell Ang, bloqué comme tant d’autres par le nuage de cendres volcaniques. Pour trois soirées consécutives, vous allez diriger l’OPS, l’Orchestre Philharmonique de Strasbourg. Au programme : des concerts de Haydn, Mozart et Schubert.

Oui, c’est exact. Mon voyage était effectivement plus que précipité. Lundi matin, j’ai reçu un coup de téléphone et une heure et demie plus tard j’étais déjà assis dans la voiture muni des partitions. Heureusement que je les avais à la maison et que je les connaissais aussi ! Mais malgré tout, c’était très fatiguant, car, tout en conduisant, j’avais en permanence un œil sur les partitions.

Avez-vous déjà fait des remplacements au pied levé comme celui-ci?

Oui, cela arrive de temps en temps. Je me souviens encore de la première fois : J’ai du diriger un opéra à Naples. A l’époque j’étais encore très jeune et très nerveux. Aujourd’hui, les choses sont un peu différentes. Mais au fond, on ne devrait pas accepter d’engagement à si court terme. Dans ce cas précis, il s’agissait d’une situation tout à fait exceptionnelle : L’orchestre ne pouvait pas jouer tout seul, tout de même !

Quelle impression avez-vous de l’OPS ?

J’ai constaté que l’orchestre a d’excellents solistes : Le corniste – un anglais, du reste – est incroyable (Kévin Cleary). Il est très précis et donne absolument tout. Le hautboïste (Sébastion Giot) aussi est exceptionnel, sans oublier le violoncelliste (Olivier Roth). Je ne savais pas non plus que le soliste du concerto de Mozart, Vladlen Chernomor, ne faisait partie de l’orchestre que depuis peu de temps. Il faut du courage pour jouer comme soliste devant son propre orchestre, car les collèges sont parfois des critiques impitoyables. Mais depuis le début des répétitions jusqu’à la première de ce cycle de trois jours, Chernomor était en progrès constant.

Qu’est ce qui vous a motivé pour devenir chef d’orchestre ?

A l’époque où j’ai passé mon baccalauréat, j’ai dirigé un opéra à la Charlottenburg à Berlin. Un vieux monsieur juif, premier violon, qui, comme beaucoup de gens de sa génération a été contraint d’émigrer pour revenir ensuite, m’a vu et dit : « Il faut absolument que tu en fasses ton métier, mon garçon ! »

Comment voyez-vous le rôle du chef d’orchestre ?

Un chef d’orchestre est bon, quand les musiciens ont l’impression de pouvoir jouer sans être dérangés. Bien sur, il faut donner le principe de base qui permet de « bien respirer », il faut en quelque sorte « régler » les pulsations. Mais pendant un concert, il ne faut pas être focalisé sur le chef d’orchestre. D’un coté, le chef d’orchestre ne doit pas déranger, de l’autre, il doit décider de tout. L’image du compositeur, celle de sa musique devrait s’élever au dessus du chef d´ochestre et l’orchestre.
Mais la direction d’orchestre relève de nos jours souvent d’une imposture : Beaucoup de musiciens et solistes dirigent des orchestres sans avoir une formation adéquate. Et bien souvent, les orchestres n’ont plus de base de comparaison pour savoir qui est un bon chef d’orchestre et qui ne l’est pas. Beaucoup de jeunes gens font des études et sont pressés d’exercer leur métier. Pourtant, nous savons tous, qu’un bon chef d’orchestre ne peut être jeune. Ce n’est tout bonnement pas possible. Ce qui manque, c’est l’expérience. C’est elle qui fait la qualité d’un chef d’orchestre. Les études pour devenir chef d’orchestre comportent quantité de matières, somme toute, très importantes, qu’il s’agisse de déchiffrage ou de la technique de percussion? et tant d’autres. C’est sur, sans cette formation il est impossible de maîtriser ces techniques. Moi, par exemple, j’essaie – autant que possible – de diriger par cœur. Car, comme disait Celibidache : « Il faut sentir la fin depuis le début pour naviguer dans le bons sens ! » Bien que Celibidache soit d’une certaine façon aussi un imposteur, même s’il était très gentil !
De nos jours, on manque souvent de temps. C’est pour cette raison qu’il faut s’approprier un certain nombre de choses en amont pour pouvoir diriger par cœur ensuite. Maazel ou Ozawa sous qui j’ai travaillé, dirigent aussi par cœur. Le monde du chef d’orchestre est totalement séparé de celui de l’orchestre. Le chef d’orchestre et l’orchestre ne parlent pas la même langue. Un bon musicien d’orchestre possède d’autres qualités qu’un bon chef d’orchestre. En ce qui me concerne, par exemple, je serais incapable de jouer au sein d’un orchestre. Le chef d’orchestre a une grande responsabilité. Il joue sur un clavier, sachant que l’expression « clavier » est trop mécanique, elle ne convient donc pas tout à fait. Ce « clavier » ce sont des êtres humains et des âmes. Je suis souvent conscient de ma puissance mais je sens aussi le poids de la responsabilité qui est la mienne : On entend immédiatement la plus petite erreur de ma part. Beaucoup de gens croient qu’être chef d’orchestre signifie en même temps « faire carrière ». Mais c’est une mauvaise approche ! Il n’y a que peu de personnes qui ont une bonne approche, une approche musicale concernant la direction d’orchestre. Cette ambition de faire carrière à tout prix est une erreur grossière ! Les longues carrières, que l’on pouvait observer dans le temps, n’existent plus de nos jours. Aujourd’hui, les contrats sont signés pour deux ou trois ans en moyenne. Après trois ans un changement, même forcé, s’impose ! Pour survivre, un chef d’orchestre doit avoir un instinct machiavélique. Il doit savoir faire des alliances, parfois il doit aussi tenir tête à un intendant. Ce sont des choses difficiles mais elles font partie de ce métier. L’aspect musical est relégué à l’arrière-plan.
Nikolaus Harnoncourt est l’exception qui confirme la règle. Il a réussi à rester totalement à l’écart de tout. Il se contente de faire sa musique comme il l’entend. C’est admirable. C’est un exemple qui prouve, que malgré tout, c’est parfois la qualité qui a le dernier mot et que c’est elle qui permet à un chef d’orchestre de reporter le succès qu’il mérite – même si cela demande un peu plus de temps. Regardez par exemple la carrière du grand chef d’orchestre Georges Prêtre. Même très âgé il est et reste l’un des plus grands et les plus importants chefs d’orchestre du moment. Ceci me rend optimiste. D’un autre coté je constate qu’il y a actuellement une certaine tendance de faire signer des contrats aux chefs d’orchestre jeunes et sportifs, car l’apparence est de plus en plus importante de nos jours. Cette démarche n’est pas la bonne ! Moi par exemple, j’ai plaisir à tester mon savoir-faire et je pars du principe que le succès ne devrait être lié qu’à cela !

Est-ce que vous vous situez dans un environnement musical en particulier ?

Non pas du tout ! Je joue et j’écoute de différentes choses avec grand plaisir. Je me passionne toujours pour tout qui est à l’ordre du jour. Il est impossible de choisir entre Goethe ou Homer, n’est-ce pas ? Ou l’un ou l’autre ? On a besoin des deux ! Mon environnement familial était enraciné dans le romantisme allemand. J’ai beaucoup étudié Mozart et l’opéra italienne (NB : Martin Fischer-Dieskau est le fils du baryton Dietrich Fischer-Dieskau qui fête ses 85 ans cette année) mais je n’ai pas de préférences. Ce que je regrette pourtant, c’est qu’en règle générale, la programmation manque de courage pour proposer de la musique contemporaine écrite par des compositeurs peu connus. Les programmes sont devenus très conventionnels. A Taïwan, j’ai pu observer que les œuvres des compositeurs de retour à la maison après avoir fait leurs études en Europe, avaient des racines très européennes. Les pièces étaient tout simplement agrémentées par des instruments taïwanais – et voilà le travail « contemporain » !

Le célèbre chef d’orchestre Antal Dorati était également compositeur. Ma fille, qui vient d’avoir 20 ans joue en ce moment son concerto en Israël et en Turquie. Je pense qu’elle est très douée, ce que son grand-père confirme également. Dimanche (NB 25.4.2010) elle va jouer un concert de Chopin à Hambourg sous la direction d’un jeune chef d’orchestre, qui était l’un de mes élèves. J’y assisterai, bien sur, et je suis déjà très curieux !

Avez-vous des désirs concernant votre avenir personnel ?

Oui, j’aimerais diriger mon propre orchestre et ceci pour un certain temps. Un Orchestre avec lequel je pourrais construire quelque chose. Etablir un programme, non seulement pour une saison, mais sur plusieurs saisons avec une sorte de fil conducteur. Je suis toujours à la recherche du cheminement idéal, caractérisé par l’esprit d’ouverture et non pas par des calculs d’ordre politique. J’aimerais être indispensable et, malgré tout, rester capable d’évoluer en permanence. Il y a encore tellement de choses que j’aimerais faire. J’ai terminé il y a peu de temps mes études en musicologie, par exemple. Je recommande à tous les musiciens, surtout aux musiciens d’orchestre, de faire des études – même tardivement !
Et j’aimerais aussi que les chefs d’orchestre et les musiciens ne se prennent pas trop au sérieux !

Merci beaucoup pour cet entretien !

Cette interview était réalisée par Dr. Michaela Preiner le 23 avril 2010 à Strasbourg.

Texte traduit de l’allemand par Andrea Isker

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