Eine kunstvolle Reise nach AlbanienUn voyage artistique en Albanie

Dalip Kryeziu in der Galeria Kombetare e Arteve in Tirana (Foto: Josef Hagen)

Dalip Kryeziu in der Galeria Kombetare e Arteve in Tirana (Foto: Josef Hagen)

Anlässlich einer Ausstellung für den Künstler Dalip Kryeziu, die ich in Tirana in der staatlichen Galerie für zeitgenössische Kunst mit einer Rede eröffnen durfte, erlebte ich im November während 2 Tagen Aufenthalt geballte Eindrücke einer Stadt, die sich im Wandel befindet.

Wofür ist Albanien eigentlich bekannt? Für ein Land, das bis 1990 kommunistisch war. Für ein Land voll geographischer Gegensätze. Berge und blitzblaues Meer, kleine Dörfer mit landwirtschaftlichem Gepräge und der Hauptstadt Tirana, die ein Schmelztiegel verschiedener Religionen ist. Christlich-orthodoxe, Katholiken und Muslime leben dort auf engstem Raum friedlich miteinander – seit Religionsfreiheit wieder erlaubt ist. Dass sich Albanien in den letzten Jahren weit geöffnet hat und versucht, das wirtschaftliche Defizit so rasch wie möglich aufzuholen, ist nur jenen bekannt, die in Albanien Engagement zeigen. Zum Beispiel die Österreichische Raiffeisenbank. Mit ihrem Logo auf neuen Gebäuden in Tirana omnipräsent, hat sie sich in den letzten Jahren durch ihr hohes Engagement im Land profiliert. Ob dies belohnt wird, wird sich wohl in den nächsten Monaten herausstellen. Die Krise hat auch die Finanzwelt Albaniens erfasst. In Tirana ist davon aber nichts zu bemerken. Geschäftiges Treiben nicht nur in den Geschäften, sondern vor allem unter freiem Himmel ist zu sehen. Im mondänen Viertel der Stadt reihen sich in schicken Geschäften die bekannten Marken dieser Welt aneinander. Swarovski zum Beispiel, Benetton oder Pierre Cardin. Unweit davon bietet sich ein gänzlich anderes Bild: Frauen, die am Boden sitzend kleine Häkeldeckchen herstellen, ein Ehepaar, dass auf einem Campingtisch Tee in Plastikflaschen anbietet, ein Maronibrater, auf einem Schemel hockend, vor sich eine kleine, improvisierte Glutstelle, über der ein einfacher Grillrost angebracht ist, auf dem die Maroni rösten. Die Einmann- und Einfraubetriebe sind allgegenwärtig. Was hier wirtschaftlich zusammenprallt – der Turbokapitalismus, der auf die Nachwehen des Kommunismus trifft – ist auch optisch im Stadtbild sichtbar.

Ein kleiner Ausflug hinter die Galeria Kombetare et Arteve – der nationalen Galerie für zeitgenössischen Kunst in Tirana – lässt den Ausspruch des Direktors dieses Museums, Rubens Shima, lebendig werden. „Unsere Künstler brauchen keine ready-mades zu machen, wir leben ja umgeben davon!“ Und tatsächlich lässt sich dort, im „Hinterhof“ des musealen Tempels, komprimiert dieser Ausspruch auf ein Foto bannen. Links im Bild monumentale Statuen von Lenin und Stalin, mit abgehackten Armen, etwas rechts davon eine neu erbaute, christliche Kirche. Auf ihrem Dach ein weißer Christus – Rio-ähnlich- blickt er in Richtung eines ebenso neu erbauten Wohnblocks. Der ist gekrönt von einer meterhohen Leuchtschrift, Tag und Nacht gleichermaßen beeindruckend mit den Lettern: Raiffeisenbank.

Allein diese kurze Beschreibung zeigt, was sich in Albanien derzeit abspielt. Ich kenne kein europäisches Land, das mit einem größeren Spannungsbogen ausgestattet ist, was die wirtschaftliche, ideologische und religiöse Orientierung betrifft. Und in dieser Neubestimmung versuchen die Menschen mit dem kleinen bisschen offerierter Freiheit ein kleines bisschen privates Glück zu erarbeiten. In vielen Lokalen arbeitet die gesamte Familie mit – Mutter in der Küche, Töchter im Service, Vater als Einkaufsmanager, Finanzberater und Handwerker vom Dienst, der repariert, was gerade kaputt geht. Aber es gibt auch die Shootingstars in der Wirtschaftsszene, die so viel Geld haben, dass sie als Mäzen auftreten und sich ein eigenes Museum leisten können, wie die Familie Mezuraj. Ihr gehört das erste und bislang einzige Museum dieser Art, das in Tirana im 5. Stockwerk eines Neubaues angesiedelt ist. Zwischen archäologischen Ausgrabungsstücken, Postimpressionisten des 20. Jahrhunderts und einigen zeitgenössischen Malern, die sich einem metaphorischen Symbolismus verschrieben haben, oder einfach nur der Darstellung des weiblichen Aktes frönen, bewegt sich das bislang zusammen Getragene. Es scheint, als würde die Neufindung auch für die Kunst gelten – und das ist kein Wunder.

Ein Land, das bis 1990 vom Rest der Welt und ganz besonders vom kulturellen Geschehen der westlichen Welt abgeschnitten war, bemüht sich, im Schnelldurchlauf all das aufzuholen, was es im 20. Jahrhundert versäumt hat. Noch einmal sei der Museumsdirektor Rubens Shima zitiert: „Die Moderne hat Albanien nicht erfasst. Und das, was hier unter Moderne verstanden wird, äußert sich in kubistischen Landschaften!“ Dass es auch anders geht, zeigen einige Beispiele von albanischen Künstlerinnen und Künstlern, die den Absprung nach Mitteleuropa geschafft haben. Und doch sind jene, die im Land künstlerisch tätig sind mit einer schwierigen, wirtschaftlichen Situation konfrontiert. Der Publikumsgeschmack, der über Jahrzehnte am kommunistischen Realismus geschult wurde, ist nicht von heute auf morgen von den Entwicklungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu überzeugen. Deutlich wird dies nicht nur in den Lokalen und Gaststätten, sondern auch in meinem Hotel, das hunderte von Ölgemälden und Graphiken beherbergt. Der Empfangsraum, das Treppenhaus, die kleine Bar – alle Wände sind eng an eng mit Bildern bestückt. Albanien liebt seine Maler, an andere zeitgenössische, künstlerische Ausdrucksformen muss es sich erst gewöhnen. Ziso Kamberaj, obwohl Maler, war lange ungeliebt. Als Student in der Akademie wurde er wegen seiner Abschlussarbeit gerügt. Ein junger, melancholisch blickender Mann, der auf einem unsichtbaren Stuhl sitzt war nicht parteikonform. Kamberajs Professor argumentierte: „Es gibt keine Menschen, die in der Luft sitzen und schon gar keine jungen Albaner, die traurig sind!“ Kamberajs Glück kam mit dem Sturz des Kommunismus. „Als ich mit der Akademie fertig war, war ich persona non grata“, erklärt er heute, zwar ohne Bitternis, aber wohl mit der Erkenntnis, dass es eine Gnade ist, in einem demokratischen Land geboren zu werden, und ein Pech, wenn man diese Gnade nicht erleben durfte.

Mitnichten aber scheinen die Künstler fatalistisch. Vielmehr wissbegierig, offen, diskussionsfreudig. Bei der Eröffnung der Ausstellung Dalip Kryezius, die vom 20. November bis 19. Dezember in der Galeria Kombetare e Arteve gezeigt wurde, erlebte ich eine seltene Gesprächskultur. Dalip Kryeziu, aus dem Kosovo stammender Österreicher, der seine Familie in der Kriegszeit von einem kleinen Dorf im Kosovo nach Albanien gerettet hatte, wird umringt von albanischen Kollegen. Sie schreiten in einem kleinen Pulk von Bild zu Bild und diskutieren heftig. Ich erinnere mich nicht, im saturierten, mitteleuropäischen Kulturbetrieb jemals einen derart intensiven Gedankenaustausch anlässlich einer Ausstellungseröffnung erlebt zu haben. „Ich fühle mich sehr geehrt, und ich bin auch sehr froh über das Urteil dieser Künstler. Das bedeutet mir viel“ erklärt mir Dalip am Abend beim Essen in einem schicken Lokal. Aufgetragen wird, was die Küche hergibt. Albanische Spezialitäten, frisch gekocht, zu Ehren des Künstlers und seiner Freunde. Mit der Ausstellung zeigt Tirana sein zeitgenössisches, kulturelles Antlitz. Dalips Arbeiten, die sich auf der Basis der unterschiedlichen, malerischen Strömungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt haben und eine eigene, künstlerische Handschrift aufweisen, künden von einer anderen künstlerischen Welt als jener in Tirana. Von einer Welt, in der große Formate verkäuflich sind, von einer Welt, die sich nicht mit politischen Altlasten abmühen muss, von einer Welt, in der der Kunstmarkt – auch in der jetzigen Krisenzeit – blüht. Dalip Kryezius` Ausstellung wird als Zeichen begriffen. Es ist ein Statement des Künstlers selbst, der damit seine Verbundenheit mit dem Land zum Ausdruck bringen möchte aber es ist auch ein Zeichen, künstlerische Einzelpositionen, die außerhalb Albaniens entwickelt wurden, vorzustellen.

Illy Drishti, der Kurator der Ausstellung, hebt in der Pressekonferenz, zu der zwei Fernsehsender und einige Printmedienvertreter gekommen sind, hervor, dass die Arbeiten Dalips, sosehr sie auch mit persönlichem Erleben aufgeladen sind, als allgemein gültige Metaphern gelesen werden können. Als Bilder, die auch für die Betrachter selbst relevante Inhalte zur Verfügung stellen. Hier klingt noch zart nach, dass Kunst der Allgemeinheit dienen muss, oder zumindest jahrzehntelang dienen musste. Die Idee, selbstreferenzierende oder zumindest marktreferenzierende Arbeiten herzustellen ist noch nicht wirklich gefestigt.

Was ich noch nicht erwähnte, ist die Liebenswürdigkeit der Albaner. Sie ist einfach umwerfend. Ich hatte immer das Gefühl willkommen zu sein und fühlte mich wohl in einem Umfeld, dass begierig ist, Neues aufzunehmen und über die eigenen Grenzen zu blicken. Dass ich am Flughafen wegen einer rigiden Passkontrolle einer jungen Polizistin, die einen menschlichen Mega-Stau auslöste, schließlich beinahe mein Flugzeug nicht mehr erreichte, war das einzige Erlebnis, das deutlich machte, dass in Albanien die Uhren doch noch anders ticken als in Mitteleuropa.

Um die Kunstszene tatsächlich beurteilen zu können, reichte die Zeit nicht. Aber es folgten Einladungen und Wünsche zu einer weiteren Zusammenarbeit. Albanien, I will come again!

Dalip Kryeziu in der Galeria Kombetare e Arteve in Tirana (Foto: Josef Hagen)

Dalip Kryeziu in der Galeria Kombetare e Arteve in Tirana (Foto: Josef Hagen)

La galerie nationale d’art contemporain à Tirana a organisé une exposition des œuvres de l’artiste Dalip Kryeziu. J’ai eu l’honneur de prononcer le discours d’ouverture de l’exposition et à cette occasion j’ai vécu deux journées plus que remplies de toutes sortes d’impressions dans une ville en pleine mutation.

Qu’est-ce qu’on sait de l’Albanie ? On sait que c’était un pays sous régime communiste jusqu’en 1990. On sait aussi que ce pays réunit toutes sortes de contrastes géographiques : Des montagnes et une mer bleu-azur, de petits villages de caractère agricole et la capitale Tirana qui est un véritable creuset de différentes religions : Depuis que la liberté du culte existe de nouveau, les orthodoxes, les chrétiens et les musulmans cohabitent sans aucun problème dans un périmètre minuscule. L’Albanie a joué définitivement la carte de l’ouverture pendant toutes ces dernières années pour essayer de rattraper son retard économique le plus rapidement possible. Mais ceci n’est connu que par tous ceux, qui s’engagent dans le pays, comme par exemple la banque autrichienne « Raiffeisenbank ». Cet établissement bancaire a développé une activité intense dans ce pays et son logo est omniprésent sur des immeubles flambant neufs à Tirana. On saura dans quelques mois, s’il y aura retour sur investissement, car la crise financière sévit également dans le monde de la finance en Albanie. Mais à Tirana on ne se rend compte de rien : Une activité débordante règne partout. Non seulement dans les magasins, mais aussi à ciel ouvert. En ville, dans le quartier à la mode, les magasins chics représentant des marques connues se bousculent. Swarovski par exemple ou alors Benetton ou Pierre Cardin. Non loin de là, une scène fondamentalement différente : Des femmes assises par terre en train de crocheter des napperons, un couple qui propose du thé sur une table de camping, un homme assis sur un tabouret qui a improvisé un point de cuisson pour pouvoir faire griller et vendre ses châtaignes. Les « TPE » (toutes petites entreprises) réduites à une seule personne – homme ou femme – sont omniprésentes. Ce qui s’entrechoque économiquement, c’est-à-dire le capitalisme qui a mis le turbo et ce qui subsiste de l’époque communiste, trouve aussi son reflet dans l’image urbaine.

Un petit tour derrière la Galeria Kombetare et Arteve, la galerie nationale d’art contemporain, illustre une phrase du directeur du musée, Rubens Shima. « Nos artistes n’ont pas besoin de faire des « ready mades » – nous en sommes littéralement cernés ! »
Effectivement, dans l’arrière-cour du temple muséal, cette citation pourrait être immortalisée sur une photo : A gauche sur l’image : des statues monumentales de Lénine et de Staline à qui on a coupé les bras. Un peu plus à droite, une église catholique, construite il y a peu de temps. Sur son toit se trouve un Christ blanc, semblable à celui de Rio de Janeiro qui regarde en direction d’un immeuble d’habitation tout aussi récent. L’immeuble est en quelque sorte « couronné » par une écriture lumineuse d’un mètre de haut, aussi impressionnante le jour que la nuit : « Raiffeisenbank ».
Ne serait-ce que cette courte description montre parfaitement bien ce qui se passe actuellement en Albanie. Je ne connais pas de pays où règne une plus grande diversité, aussi bien dans le domaine religieux que dans celui de l’idéologie ou de l’économie. Avec cette nouvelle donne et riche d’une liberté toute neuve, aussi petite soit-elle, la population essaie d’attraper son propre petit bout de bonheur. Dans beaucoup de restaurants toute la famille travaille : La mère dans la cuisine, les filles dans la salle et le père s’occupe de la logistique, des finances et des bricolages de tous genres pour réparer ce qui a besoin de l’être.

Mais il y a également les nouveaux riches issus de cette nouvelle économie qui ont tant d’argent qu’ils se font mécènes et s’achètent leur propre musée. C’est le cas de la famille Mezuraj. Elle possède l’unique musée de ce style qui se trouve au 5e étage d’un immeuble tout neuf. Quelques pièces archéologiques, les postimpressionnistes du 20e siècle et quelques peintres contemporains qui font partie du symbolisme métaphorique ou qui s’adonnent simplement à la peinture des nus féminins – voilà ce que le musée a pu réunir jusqu’à maintenant. Il semblerait que le principe du renouveau soit valable pour l’art aussi – et ce n’est pas étonnant. Ce pays qui a été totalement isolé du monde occidental et tout spécialement de la culture de celui-ci jusqu’en 1990, essaie de rattraper en accéléré ce qu’il a manqué au cours du 20e siècle. J’aimerais encore une fois citer le directeur du musée Rubens Shima : « L’art moderne n’a pas encore fait son entrée en Albanie. Ce que l’on entend ici par l’art moderne ce sont des paysages cubiques. »
Quelques artistes albanais qui ont réussi en Europe centrale sont en quelque sorte un contre-exemple. Mais tous ceux qui sont restés et qui travaillent dans le pays doivent faire face à une situation économique très difficile. Le goût du public, marqué par des décennies de réalisme communiste ne peut pas changer du jour au lendemain et être convaincu par l’évolution qu’a apportée la deuxième partie du 20e siècle. C’est une évidence quand on regarde les murs des différents restaurants et bistrots et aussi ceux de mon hôtel qui sont couverts par des centaines de peintures à l’huile et de dessins. Le hall d’entrée, l’escalier et le petit bar – partout il y a des tableaux. L’Albanie aime ses peintres – elle  a besoin de temps pour s’habituer à d’autres formes d’expression.
Ziso Kamberaj, tout en étant peintre, était pourtant le mal aimé dans le pays pendant longtemps. Son travail de fin d’études à l’académie lui a valu des remontrances : Un jeune homme au regard mélancolique assis sur une chaise invisible – une telle œuvre  n’était pas conforme aux principes du parti. Le professeur de Kamberaj a avancé les arguments suivants : « Il n’y personne qui soit assis dans l’air. Et il n’y a surtout pas de jeunes albanais tristes. La chance a souri à Kamberaj après la chute du communisme : « Quand j’avais terminé l’académie, j’étais ‘persona non grata’ » explique-t-il sans amertume, mais tout en étant conscient que c’est une chance extraordinaire de naître dans un pays démocratique. Et que c’est la faute à pas de chance quand ce n’est pas le cas.
Mais les artistes ne semblent pas du tout fatalistes. Ils ont surtout soif d’apprendre, ils sont ouverts et toujours prêts à échanger.

A l’ouverture de l’exposition de Dalip Kryeziu, visible dans la Galeria Kombetare e Arteve du  20 novembre au 19 décembre 2009, j’ai été témoin d’une culture de la discussion et de l’échange très rares. Dalip Kryeziu est autrichien, d’origine kosovare. Il s’est réfugié avec sa famille en Albanie après la guerre. Entouré par ses collègues albanais il se déplace avec le  petit groupe de toile en toile tout en discutant vivement. Je n’ai pas le souvenir d’avoir été témoin d’un échange d’une telle intensité à l’occasion de l’ouverture d’une exposition quelconque dans la scène culturelle saturée d’Europe centrale.
« Je suis très honoré et je suis ravi du jugement de ces artistes. C’est très important pour moi » m’explique Dalip au cours du dîner dans un restaurant chic. En l’honneur de l’artiste et de ses amis, on sert tout ce que la cuisine albanaise a à offrir, des spécialités albanaises, fraîchement cuisinées.
Avec cette exposition, Tirana montre son visage contemporain. Les œuvres de Dalip, qui se sont nourries des différents courants de la peinture de la fin du 20e siècle et qui ont pourtant leur propre caractéristique artistique, parlent d’un autre monde artistique que celui de Tirana. Elles annoncent un monde dans lequel de grands formats sont vendables, dans lequel il n’y a pas à composer avec des contraintes d’ordre politique, elles parlent d’un monde où le marché de l’art est florissant – malgré la crise.
L’exposition de Dalip Kryeziu est comprise comme un signe. C’est une prise de position de l’artiste qui souhaite témoigner du lien qu’il entretient avec le pays. Mais c’est aussi une façon de faire connaître des positions artistiques personnelles qui se sont développées en dehors du pays.
En présence de deux chaines de télévision et de quelques représentants de la presse écrite, Illy Drishti, le curateur de l’exposition souligne dans sa conférence de presse que les œuvres de Dalip, tout en étant chargées d’un vécu personnel, peuvent être comprises comme des métaphores universelles. Ce sont des peintures qui permettent à chacun d’y trouver une signification qui lui est propre. Ici on entend encore une sorte d’écho qui vient « d’avant » comme quoi l’art doit servir la communauté, ou du moins c’est ce qu’il était censé faire pendant des décennies. L’idée de créer des œuvres qui ne font référence qu’à soi-même ou alors au moins au marché n’a pas encore fait son chemin.
Ce dont je n’ai pas encore parlé, c’est l’amabilité des Albanais. Elle est tout simplement renversante. Où que j’aille, on m’a toujours donné le sentiment d’être la bienvenue. Et je me suis sentie à mon aise dans cet environnement qui ne demande qu’à faire sien ce qui est nouveau et à regarder au-delà des frontières.
Le seul fait qui prouvait que les montres en Albanie n’avancent pas encore tout à fait au même rythme que celles de l’Europe central, était un contrôle de passeport à l’aéroport. Une femme policière psychorigide, sans état d’âme aucun, a causé un embouteillage monstre parmi les passagers et a failli me faire rater mon avion.
Je n’ai pas eu assez de temps pour me faire une idée vraiment précise de la scène artistique. Mais des invitations ont été lancées et des idées de collaboration sont nées.
Albanie – je reviendrai !

Texte traduit de l’Allemand par Andrea Isker

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1 Kommentar

  1. liebe michaela,
    du könntest doch diesen artikel vor einem gespräch dem dr. brix schicken.
    liebe grüße, dieter

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