Interview mit dem Pianisten Andreas Haefliger anlässlich seines Auftrittes mit dem OPSL´interview avec le pianiste Andreas Haefliger

Der Pianist Andreas Haefliger (c) OPS

Herr Haefliger waren Sie schon einmal in Straßburg?

Nein, es ist das erste Mal, dass ich die Gelegenheit habe. Ich kenne das Orchester noch nicht, aber dem OPS eilt ein sehr guter Ruf voraus.

Wie kann man sich Ihre Zusammenarbeit mit einem neuen Orchester oder auch einem Dirigenten genauer vorstellen? Gelingt es Ihnen immer, Ihre eigene Interpretationsvorstellung des Stückes durchzusetzen?

Ich habe hier keine dogmatischen Haltungen. Mit Claus Peter Flor arbeite ich zum Beispiel sehr gerne zusammen. Es kommt mit ihm zu sehr guten Gesprächen. Ich selbst bin ein „Naturmusiker“ und reagiere auf natürliche Art.  Claus Peter wirkt auf mich mit seiner Arbeit sehr stimulierend, ich finde, dass das eine sehr gute Mischung aus Wissen, Fühlen und Hören ergibt.  Außerdem ist es tatsächlich so, wie Edwin Fischer es zumindest sinngemäß einmal formulierte: Das Studium an der Musik ist wie ein Weg, den man jeden Tag geht und auf dem man jeden Tag mehr entdeckt. Wenn ich etwas Anderes im Orchester höre, als ich mir vorstelle, dass es sein sollte, dann interveniere ich vielleicht ein oder zweimal. Manches Mal ist es ja auch so, dass man sich nur etwas vorstellt, einen Klang glaubt zu hören, aber dieses Hören ist ja nicht objektivierbar.

Wenn Sie ein neues Stück erarbeiten, lassen Sie sich dann auch von anderen Interpretationen beeinflussen?

Ja, klar, ich höre mir auch manchmal sehr genau an, was und wie Kollegen spielen. Ich bin nicht der Typ des Kollegenhassers und kann schon ganz genau auch bei anderen hinhören und genießen und lernen. Aber wie ich schon sagte, zum Schluss bin ich immer ein Naturmusiker und ich gehe immer auf das ein, was ich selbst spüre.

Wenn Sie für Konzerte mit Orchestern verpflichtet werden, dann werden Ihnen die Stücke ja vorgegeben. Wie ist das eigentlich mit Ihren eigenen Klavierabenden? Wie gestalten Sie dort die Programme?

Ja das stimmt, wenn ich mit Orchestern spiele, dann sind das Werke, die nicht von mir vorgeschlagen werden, so wie hier in Straßburg, wo sich die Vorgabe des Klavierkonzertes von Mozart durch den Kontext des Programmes der Saison ergibt. Wenn ich selbst einen Abend gestalte, so gehe ich immer mehr dazu über, dass alle Stücke miteinander einen gewissen Bezug aufweisen. So wie wir das auch bei den Einspielungen meiner CDs gemacht haben. Dabei können die Stücke z. B bewusst in Kontrast zueinander stehen. Aber auch die Entwicklung von gewissen musikalischen Formeln oder Harmonien über Jahrhunderte hinweg möchte ich aufzeigen. Es gibt zum Beispiel kleine musikalische Phrasen  bei Mozart, die bei Brahms in ganz ähnlicher Art und Weise, aber dennoch zeitgemäß verändert wieder kommen. Solche Bezüge interessieren  mich sehr.

Wenn ihr Publikum nicht sehr geschult ist, könnte es sein, dass es diese Bezüge vielleicht nicht wirklich versteht, was halten Sie in diesem Fall von moderierten Konzerten?

Ich mache das immer wieder in Amerika, aber auch in Europa, bei kleineren Aufführungen. Im großen Saal eher weniger, denn hier gibt es noch immer dieses „Grenzgefühl“ das auftaucht, wenn der Künstler zu sprechen beginnt. Hier ist der Künstler noch immer eine Art unantastbare Person. Aber ich bekomme dazu im Laufe der Zeit eine andere Einstellung.  Ich möchte stärker diesen Ring des Unerreichbaren abwerfen. Für das Publikum meiner Konzerte gibt es begleitende Texte, die ich entweder selber verfasse oder von jemandem verfassen lasse, der hier mein Vertrauen hat. Man kann nämlich bei einem Konzert auch etwas verreden aber man kann auch die Musik selbst wirken lassen. Ich glaube aber, dass das Publikum alleine durch das Zuhören und Erleben diese Bezüge verstehen kann.

Gibt es etwas, das Sie sehr gerne machen würden?

Oh ja, „Schularbeit“, das würde ich tatsächlich gerne machen. Also hörende Menschen erziehen, sozusagen das Publikum von morgen in den Konzertsaal zu ziehen. Meine Frau ist Flötistin und unterrichtet auch. Sie hat heute Schüler, die ihr vor 15 Jahren im Konzertsaal zugehört haben und heute zu ihr kommen und sagen: Wegen Ihnen habe ich begonnen, Flöte zu spielen. Das sind dann ganz berührende Momente.  Es ist enorm wichtig, die Kinder für die Musik zu begeistern. (Anm: Andreas Haefliger ist mit der Flötistin Marina Piccinini verheiratet)

Unterrichten Sie selbst?

Ich gebe ab und zu Kurse, aber ich unterrichte nicht wirklich. Ich persönlich glaube eigentlich nicht so sehr an das regelmäßige Unterrichten auf diesem Niveau. Das Erlernen eines Instrumentes ist vergleichbar mit dem Skifahrenlernen. Man muss es im Grunde genommen alleine zustande bringen. Die Technik kann einem nahegelegt werden, aber trainieren muss man selber. Musik zu machen bedeutet ja immer ein Öffnen des eigenen Ichs, ist also ganz etwas Persönliches. Und das ist nicht unterrichtbar.

Sie wuchsen ja auch in einer musikalischen Familie auf.

Ja, das stimmt schon. Mein Vater war Sänger und das Üben zuhause war für mich schon eine Art Lehrvorgang, etwas ganz Natürliches. Da kann ich mich sehr glücklich schätzen.

Wenn Sie keine Konzertvorbereitungen machen müssten und einmal zwei oder drei Wochen nur für sich Zeit hätten, welche Musik würden Sie für sich selbst am Klavier spielen? Was ist, in anderen Worten, Ihre musikalische Heimat?

Ich bezweifle, dass sich diese Szenerie ergeben wird, aber wenn, dann würde ich Bach spielen. Er ist das Non-Plus-Ultra. Als Pianist kann man nichts spielen, das darüber liegen würde.

Mit dieser Antwort hätte ich nicht gerechnet, denn Sie haben Bach noch nie eingespielt.

Ja das stimmt. Aber ich spiele tatsächlich viel Bach. Allerdings finde ich, dass es derzeit andere Kollegen gibt, die das hervorragend machen. Ich glaube ich kann mir für eine Einspielung noch etwas Zeit gönnen.

Wenn Sie Bach spielen, dann heißt das aber auch, dass sie sehr viel musiktheoretisch analysieren müssen, ohne die gibt es ja keine gute Bachinterpretation. Wie passt das mit ihrer Aussage zusammen, sie seien ein Naturmusiker?

Ich meine hier die Natürlichkeit im quasi Schiller`schen Sinne. Nämlich dass durch das Wissen die Klarheit entsteht, aus der wiederum die Natürlichkeit resultiert. Etwas, das nicht von Regeln erdrückt wird, an die man sich halten muss.  Meine Musik lebt sozusagen von hartem und von weichem Wissen. Ich mache meine Musik, indem ich darüber einerseits nachdenke, aber andererseits auch offen bin für die Gefühle, die ich dabei verspüre und diese auch zulasse.

Lässt Ihnen Ihr voller Terminkalender eigentlich auch noch Zeit zu reflektieren?

Doch, ich habe genug Zeit dazu. Voriges Jahr habe ich sehr zurückgeschraubt, dieses Jahr ist mein Terminkalender zwar voller, aber ich habe immer wieder 2 oder 3 Wochen, in denen die ich zuhause bin. Die nutze ich dann für Vorbereitungen, Familie und Reflexion.

Sehen Sie sich vom heutigen Konzertbetrieb sehr vereinnahmt oder entspricht er ihrem Wesen? Sie könnten ja auch in einem Konservatorium unterrichten und zuhause tätig sein.

Natürlich wäre das auch schön.  Man könnte das vergleichen mit jemandem, der gerne immer wieder auf den Mount Everest steigt oder dem es lieber ist, nur eine Wanderung zu unternehmen. Ich persönlich steige lieber auf den Gipfel und finde große Aufgaben stimulierend. Ich glaube nicht, dass ich ohne sie leben könnte und sehe, dass noch viel zu tun ist.  Allerdings gibt es da keine Wertschätzung für mich – jede Art der Beschäftigung mit Musik als Lebenszweck ist gut verbrachte Zeit. Den Musikbetrieb sehe ich nicht negativ, allerdings muss man sich natürlich vor Augen halten, dass es heute durch den künstlich herbeigeführten wirtschaftlichen Druck in vielen Branchen immer wieder zu geradezu seltsamen Vorfällen kommt.

Sie spielen sehr viel Klassik, haben Sie auch einen Bezug zur zeitgenössischen Kunst?

Ja, das habe ich natürlich. Die zeitgenössische Musik, das ist ja noch einmal ein anderer Berg, den man erklimmen muss. Ich gebe auch immer wieder persönlich Werke in Auftrag. Zeitgenössische Musik ist ein lebendes Medium, das unterstützt werden muss. Die Chance zu nützen, mit zeitgenössischen Komponisten zu sprechen, finde ich sehr wichtig. Man kann sich bei diesem Austausch zum Beispiel freuen, dass etwas richtig ist, wie man es selbst interpretiert hat, so wie ich dies mit Sofia Gubaidulina erlebte. (Anm:  Andreas Haefliger spielte das komplette Klavierwerk der 1931 geborenen Künstlerin ein)

Was ist Ihnen persönlich in Ihrem Beruf ein Anliegen?

Die Möglichkeit, auf dem Klavier alle Schattierungen der menschlichen Existenz transparent zu vermitteln und gleichzeitig den Gedankengängen der Komponisten Leben einzuhauchen – ohne (auch ein Fischer´scher Satz) ihnen Gewalt anzutun.  Auch bin ich überzeugt, dass wir mit unserem Tun immer Moderation, Konzentration und Menschlichkeit verbreiten, was doch enorm wichtig ist.

Glauben Sie, dass das Publikum, egal in welchem Land sie auftreten, von denselben Emotionen geleitet wird oder empfinden Sie dabei doch Unterschiede zwischen Amerika und Europa z. B.?

Nein, gar nicht. Es gibt unterschiedliche Menschen, das schon. Aber jene, die mit dem richtigen Schweigen zuhören, sind die, die man tatsächlich anspricht.

Ich möchte diesen letzten, wunderschönen Satz genauso stehen lassen und danke Ihnen sehr für das Gespräch.

Das Gespräch fand am 3. Februar 2010 in Straßburg statt.

Der Pianist Andreas Haefliger (c) OPS

Monsieur Haefliger, êtes-vous déjà venu à Strasbourg auparavant ?

Non, c’est la première fois que j’en ai l’occasion. Je ne connais pas encore l’orchestre, mais l’OPS jouit d’une très bonne réputation.

Comment peut-on imaginer votre collaboration avec un nouvel orchestre ou alors un chef d’orchestre plus précisément ? Réussissez-vous toujours à imposer votre interprétation ?

A ce niveau-là je n’ai pas de position dogmatique. J’aime beaucoup travailler avec Claus Peter Flor par exemple. Avec lui j’ai toujours des conversations très intéressantes. Je suis un musicien « naturel ». Je réagis donc très naturellement. Claus Peter me stimule beaucoup avec son travail. Je trouve qu’il en résulte un bon mélange entre savoir, ressenti et écoute. En plus, les choses sont effectivement telles qu’Edwin Fischer l’a dit une fois – ou à peu près: L’étude de la musique est comme un chemin que l’on emprunte chaque jour et que l’on découvre un peu plus tous les jours. » Parfois quand j’entends autre chose dans l’orchestre que ce que j’avais imaginé, il est possible que j’intervienne une fois où deux. Parfois il arrive qu’on imagine quelque chose, on imagine entendre un son, mais on ne peut pas objectiver ce qu’on entend, n’est-ce pas ?

Quand vous travaillez un nouveau morceau, est-ce que vous vous laissez influencer par d’autres interprétations ?

Oui, bien sur ! J’écoute parfois très attentivement ce que les collègues jouent et comment ils le jouent. Je ne suis pas le genre à détester les collègues et je peux très bien écouter, profiter et apprendre. Mais comme je l’ai déjà dit, je suis un musicien « naturel » et je me fie à ce que je ressens.

Quand vous êtes sous contrat avec des orchestres, vous devez jouer des morceaux qu’on vous indique. Comment cela se passe-t-il lors de vos propres récitals de piano ? Comment concevez-vous votre programme ?

Oui c’est juste. Quand je joue avec des orchestres il s’agit d’œuvres que je n’ai pas proposées comme c’était le cas ici à Strasbourg. Le concerto pour piano de Mozart était le résultat du contexte du programme de la saison.
Quand je conçois le programme d’une soirée moi-même, je fais de plus en plus souvent en sorte que les différents morceaux aient un lien entre eux. Comme on l’avait fait lors de l’enregistrement de mes disques. Mais les morceaux peuvent aussi être en opposition les uns par rapport aux autres. J’aimerais également montrer l’évolution de formules musicales ou certaines harmonies à travers les siècles. Ils existent par exemple de petites phrases musicales chez Mozart qui reviennent chez Brahms de façon semblable mais changées, adaptées à son temps. Ce genre de liens m’intéresse beaucoup.

Si votre public n’est pas très formé il est possible qu’il ne comprenne pas vraiment ces rapports. Que pensez-vous dans ces cas-là de concerts modérés ?

Je le fais de temps en temps en Amérique, mais aussi en Europe lors de plus petites représentations. Plutôt moins dans de grandes salles, car dans ces endroits
existe cette « sensation de frontière » qui s’installe quand l’artiste commence à « parler ». Là, l’artiste est une personne intouchable. Mais en ce qui me concerne, je commence à avoir une attitude différente avec le temps. Je voudrais me débarrasser de ce cercle de l’inatteignable. Pour le public de mes concerts il y a des textes qui les accompagnent. Je les écris moi-même ou je les fais rédiger à quelqu’un qui a toute ma confiance. On peut défaire les choses en en disant trop, mais on peut laisser agir la musique seule. Je pense que le public peut comprendre ces liens, simplement en les écoutant et en les vivant.

Y a-t-il quelque chose que vous auriez très envie de faire ?

Oh oui ! J’aimerais beaucoup faire du « travail d’école ». Eduquer les gens qui écoutent, attirer d’une certaine façon le public de demain dans les salles de concert. Ma femme est flûtiste et elle enseigne aussi. Aujourd’hui elle a des élèves qui l’ont entendu jouer dans une salle de concert il y a 15 ans, qui viennent la voir et lui disent : « Grâce à vous j’ai commencé à jouer de la flûte ». Ce sont des moments très émouvants. Il est très important d’enthousiasmer les enfants pour la musique. (N.B. Andreas Haefliger est marié à la flûtiste Marina Piccinini)

Est-ce que vous enseignez vous-même ?

De temps en temps je donne des cours. Mais je n’enseigne pas vraiment. Personnellement je ne crois pas beaucoup à l’enseignement régulier à ce niveau-là. L’apprentissage d’un instrument est comparable à l’apprentissage du ski. Au fond, il faut y arriver seul. Quelqu’un peut vous familiariser avec la technique, mais il faut s’entraîner soi-même. Faire de la musique signifie toujours s’ouvrir soi-même. C’est donc quelque chose de très personnel. Et ça, on ne peut l’enseigner.

Vous avez grandi dans une famille de musiciens !

Oui, c’est vrai. Mon père était chanteur et les répétitions à la maison étaient pour moi une sorte de processus d’apprentissage, quelque chose de naturel. Je peux m’estimer heureux.

Si vous n’aviez pas de concerts à préparer et si vous aviez donc du temps pour vous pendant disons deux ou trois semaines rien que pour vous, quel genre de musique feriez-vous pour vous-même au piano ? Quelle est, en d’autres termes, votre patrie musicale ?

Je doute que ce scénario se réalise un jour, mais si c’était le cas, je jouerais du Bach. C’est le nec plus ultra. En tant que pianiste je ne peux rien jouer qui serait au dessus de ça.

Je ne m’attendais pas du tout à cette réponse, car vous n’avez encore jamais joué du Bach.

C’est juste, mais je joue les œuvres de Bach très souvent. Mais je trouve qu’actuellement il y a beaucoup de collègues qui font cela exceptionnellement bien. Je pense que je peux me laisser encore un peu de temps.

Si vous jouez du Bach, cela signifie que vous devez faire beaucoup d’analyses de théorie musicale, sans quoi il n’existe pas de bonne interprétation de Bach. Comment cela cadre-t-il avec le fait que vous vous considérez comme un musicien naturel ?

Si je dis « naturel », je le pense au sens de Schiller : Le savoir engendre la clarté et de la clarté résulte le naturel. Quelque chose qui n’est pas écrasé par des règles auxquelles il faut se conformer. Ma musique vit d’un savoir dur et doux. Je fais ma musique en y réfléchissant tout en restant ouvert aux émotions que j’éprouve et que laisse m’envahir aussi.

Est-ce que votre agenda plus que surchargé vous laisse encore le temps à la réflexion ?

Si, si, il en reste assez. L’année dernière, j’ai beaucoup diminué, cette année, mon agenda est un peu plus rempli mais j’ai de temps en temps 2 à 3 semaines pour moi à la maison. J’en profite pour m’occuper de ma famille, pour me préparer et pour réfléchir.

Est-ce que vous vous voyez très pris par l’entreprise de concerts contemporaine ou est-ce que cela correspond à votre personnalité. Vous pourriez aussi bien enseigner au conservatoire ou alors travailler à la maison.

Oui bien sur, ce serait bien aussi. C’est comme si vous compariez quelqu’un qui aime de temps en temps grimper sur l’Everest avec quelqu’un qui aime faire des randonnées. En ce qui me concerne, je préfère l’ascension des hauts sommets et je trouve les grands défis très stimulants. Je ne pense pas pouvoir vivre sans eux et je constate qu’il y a encore beaucoup à faire. Mais il n’y là aucun jugement de valeur pour moi. De toute façon, toute sorte de travail avec la musique dans le cadre d’un projet de vie est à mes yeux du temps bien investi. Je ne vois pas l’industrie musicale de façon négative, mais il ne faut pas perdre de vue que dans beaucoup de branches il y a de temps en temps des incidents carrément bizarres causés par la pression économique.

Vous jouez beaucoup d’œuvres classiques. Avez-vous aussi un rapport à l’art contemporain ?

Oui, bien entendu. La musique contemporaine, c’est encore une autre montagne sur laquelle il faut grimper. De temps à autre, je commande des œuvres personnelles. La musique contemporaine est un média vivant qu’il faut soutenir. Profiter de l’occasion d’échanger avec des compositeurs contemporains, c’est très important pour moi. En échangeant on peut être satisfait d’avoir interprété une œuvre exactement comme il fallait par exemple. J’ai vécu cela avec Sofia Gubaidulina. (N.B. Andreas Haefliger a joué l’œuvre intégrale de l’artiste née en 1931)

Qu’est-ce qui est important pour vous à titre personnel dans votre métier ?

La possibilité de transmettre toutes les nuances de l’existence humaine de façon limpide et en même temps de donner vie à l’imaginaire des compositeurs, sans leur faire violence – encore une phrase de Fischer ! Moi aussi je suis convaincu, que nous transmettons avec notre activité toujours de la modération, de la concentration et de l’humanité. Et ça, c’est très important.

Pensez-vous que le publique est toujours sensible aux mêmes émotions – quelque soit le pays ou vous vous produisez ou sentez-vous des différences entre les Etats Unis et l’Europe par exemple ?

Non, pas du tout. Il y a des gens différents, c’est sur. Mais ceux qui écoutent dans un vrai silence sont ceux à qui on parle vraiment.

C’est une très belle dernière phrase. Du coup, je voudrais en rester-là et je vous remercie infiniment pour cet entretien.

L’interview a été réalisée le 3.2.2010 par Dr. Michaela Preiner à Strasbourg
Texte traduit de l’allemand par Andrea Isker

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