Es tut sich was in Wien

Ganz abseits von Rezensionen und Kritiken möchte ich heute auf zwei wichtige Neuerungen im Wiener Kulturgeschehen hinweisen.

6000 Karten pro Saison mehr für Kinder und Jugendliche
Die Eröffnung der neuen Spielstätte für Kinderopern der Staatsoper in der Walfischgasse 4 kommt für viele Kinder und Jugendliche in Wien einem kleinen Geschenk gleich, denn: Ab sofort werden pro Saison 6000 zusätzliche Karten mehr zum Verkauf angeboten. Das ist möglich, weil die neue Spielstätte um 60% mehr Plätze hat als das Zelt, das für diese Zwecke am Dach der Oper zur Verfügung stand. „Wir sind immer zu 100% ausgelastet aber es geht nicht, dass wir mehr Vorstellungen spielen, da die Sänger aus dem regulären Ensemble stammen“, erklärte Direktor Dominique Meyer beim Pressegespräch. Ein Umstand, der zugleich auch die hohe künstlerische Qualität sicherstellt. Die Location, die bis Sommer vom Stadttheater bespielt worden war, wurde nun für zwei Jahre an die Staatsoper vermietet. „Wir mussten keinerlei Adaptionen durchführen, keine Investitionen tätigen. Das Haus war in einem sehr guten Zustand“ präzisierte Meyer die näheren Umstände der kurzfristigen Übernahme. „So kurios es klingt, aber für uns ist der Weg in die Walfischgasse kürzer als auf unser Dach.“ Neben der wesentlich besseren Akustik und den besseren Bedingungen für das Orchester ein weiterer Grund, warum man hausintern über diese Lösung so zufrieden ist.

Ein Schatz, der nun der Öffentlichkeit zur Verfügung steht
Und noch eine Neuerung steht seit Kurzem den Tanzinteressierten zur Verfügung.
Das Tanzquartier hat auf seiner Homepage eine Online-Mediathek installiert. Und was für eine! Das Ziel war eine Sichtbarmachung der Inszenierungen, aber auch von Gesprächen und Diskussionen, die in den letzten 14 Jahren im Tanzquartier stattfanden. Der aktuelle Bestand, der schon abgerufen werden kann, sind 300 Videos. Wöchentlich kommen neue hinzu, noch insgesamt rund 400 werden in den nächsten Wochen und Monaten hochgeladen. Gesucht werden kann sowohl nach Namen, als auch nach Gattungen wie Performances, Vorträge, Lecture_Performances oder Künstler_Innengespräche. Zusätzlich zu diesen Videos startete ein Aufruf an die österreichische Tanzszene, denn im Bereich „Open Space Austria“ können Künstlerinnen und Künstler aus dem Tanz- und performativen Bereich dort ihre Videos hochladen.

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