Von einer Zen-Übung zum körperlichen Massaker

Simon Mayer kombiniert High-Tech-Equipment mit einer rein auf den Menschen bezogenen Choreografie. Obwohl er neue Techniken exzessiv auslotet, vermittelt sein Stück „Being moved“ viel Tiefgang.

Komm mit nach Paris und auf einen anderen Planeten!

Komm mit nach Paris und auf einen anderen Planeten!

Rot, grün und gelb, nein, stimmt nicht. Knallrot, knallgrün und knallgelb. So sind sie angezogen, die drei Männer, die zusammen wohnen und viel Spaß miteinander haben. Sie heißen Sven, Raoul und Itze und lassen die Kinder in ihrem Theaterstück teilhaben an einem ganz normalen Tag. Itze bereitet morgens für sich und seine Freunde Eier mit Speck zu. Dann macht man gemeinsam sauber, zieht sich, wieder gemeinsam und auf „hepp!“ an.

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Perfide, wirklich ganz perfide

Perfide, wirklich ganz perfide

Die Bühne – schneeweiß. Wände und Boden – schneeweiß. Die Plastiksessel darauf – schneeweiß. Nur an der Stirnwand sind die Vornamen der Schauspielerinnen in großen, schwarzen Lettern zu lesen. Michaela, Susanne, Aisha, Alev, Isabella, Kirstin. Das sind die sechs weiblichen Champions, die anlässlich der Wiener Uraufführung von „Pension Europa“ in einen eiskalten Bühnenring steigen und dort ihren Kampf gegen alltägliche Widrigkeiten beginnen. Wo gut gespielt wird, braucht es kein Bühnenbild. Die Damen des Aktionstheater Ensemble kommen zu Recht ohne aus.

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Vom Schtetl nach New York

Vom Schtetl nach New York

Kommt alle mit ins Schtetl! Stopp – umdrehen – auf nach New York! So könnte die Aufforderung des Klarinettisten David Orlowsky an sein Wiener Publikum gelautet haben, als er mit seinem Trio im Nestroyhof Hamakom gastierte. Anlässlich der Dezember-Veranstaltungsreihe „Sam`s Bar“, spielte er dort vor ausverkauftem Haus gemeinsam mit Jens-Uwe Popp an der Gitarre und Florian Dohrmann am Bass Klezmer. Und was für einen!

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Tempo, Tempo, Tempo

Tempo, Tempo, Tempo

Churchills Text ist wie geschaffen für das Max-Reinhardt-Seminar und Esther Muschol macht es den Jungen möglich, ihre gesamte künstlerische Bandbreite an nur einem Abend zu zeigen.

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Ein Krieg verschont niemanden

Ein Krieg verschont niemanden

Sehenswert, berührend, aufrüttelnd, packend und ein Muss für jeden denkenden Europäer und jede Europäerin. Und darüber hinaus für jene, denen der gedankliche Transfer zu allen Kriegsschauplätzen gelingt, unter denen unsere Erde leidet. „Balkan Requiem“ ist ein Theaterabend, den viele Menschen bewusst meiden, weil sie mit Leid, Krieg und Tod tagtäglich via Bildschirm konfrontiert werden und sich nicht zusätzlich „belasten“ wollen. Eine Einstellung, die zwar verständlich, aber kurzsichtig ist.

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Dr. Schiwago winkt aus der Ferne

Dr. Schiwago winkt aus der Ferne

Johnny Breitwieser. Eine Verbrecherballade aus Wien von Thomas Arzt (Text) und Jherek Bischoff (Musik) Eigentlich hieß er Johann, was in Wien allgemein den Kosenamen „Schani“ nach sich zieht. Aber im 21. Jahrhundert rufen ihn alle Johnny. Den Breitwieser. Den Gauner...

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Wer spielt – gewinnt!

Wer spielt – gewinnt!

„Kharbga“ jeux de pouvoir – übersetzt – Kharbga, Spiel der Macht – nennt sich ein Tanzabend, der von der tunesisch-französischen Companie Chatha im November im Tanzquartier erstmals in Österreich aufgeführt wurde. Das Gefühl, nicht mehr alleine einer Willkür ausgeliefert zu sein, das Gefühl eine Rechtsstaatlichkeit aufbauen zu können und schließlich auch gemeinsam ausgelassen feiern zu können, das ist schon vorhanden. Wie man in „Kharbga jeux de pouvoir“ fühlen konnte.

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Das Leben geht uns alle an

Das Leben geht uns alle an

„Ich bin O.K.“ dieser Verein hat es sich seit nunmehr schon 35 Jahren zum Ziel gesetzt, Menschen mit und ohne Behinderung in Wien zusammenzuführen und ihnen allen zu helfen, ein sinnerfülltes Dasein zu leben. Mit Freude und Inklusion anstatt Trauer und Weggeschobenwerden.
Seit 2010 betreiben Hana Zanin und ihr Mann Attila im Rahmen dieses Vereines auch eine eigene Dance-Company mit dem Namen „Ich bin o.k.“. Alle zwei Jahre wird dafür ein neues Stück für die Bühne erarbeitet. Darin arbeiten Tänzerinnen und Tänzer mit und ohne Behinderung zusammen.

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Sein oder Nichtsein – das ist hier nicht die Frage

Sein oder Nichtsein – das ist hier nicht die Frage

Im Irrenhaus. „Der Rest ist Schweigen“ – mit diesen Worten, den letzten aus Shakespeares Drama endet die Passage aus der Apokalypse, die Johannes so wort- und bildreich beschrieben hat. Und zugleich beginnt damit ein Parforceritt durch die Gedanken Hamlets alias Florian Lebek – jenem Autoren-Schauspieler, der waghalsi seine eigene Hamletidee auf die Bühne brachte.

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Verdammt sei der Krieg

Verdammt sei der Krieg

Die Komponistin Olga Neuwirth kann man schon als Spezialistin für Filmmusik bezeichnen, stammt doch bereits eine ganze Reihe von Vertonungen von ihr. Mit der vorliegenden Arbeit, die bei Wien Modern im Gartenbaukino ihre Österreichische Erstaufführung erlebte, vertonte Neuwirth ihren zweiten Stummfilm. „Maudite soit la guerre“ – verdammt sei der Krieg, trägt den Untertitel ein film-musikalisches War-Requiem.

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Der Mensch, seine Handschrift und seine Stimme

Der Mensch, seine Handschrift und seine Stimme

Der Mensch, seine Handschrift und seine Stimme – diese Trias war bei der Vernissage das zentrale künstlerische Thema der Galerie im Curhaus der Pfarre St. Stephan. Derzeit sind in den Räumlichkeiten Bilder und Skulpturen von Valentin Oman und Barbara Szüts zu sehen. Zur Eröffnung gab es durch das Konzert von Elisabeth Ofenböck noch einen zusätzlichen Kunstgenuss.

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Die Auslöschung des Egos

Die Auslöschung des Egos

Das Ergebnis war ein spannungsgeladener, temporeicher Abend, an dem sich Klangexperimente an bereits besser bekannte Hörerlebnisse reihten, Der Eindruck, in einer dadaistischen Vorstellung der 20er Jahre zu sitzen wurde einzig und allein durch wesentlich kühnere klangliche Begleitumstände nicht bestätigt. Dada ja, aber nicht eines der 20er Jahre des 20. sondern schon bald des 21. Jahrhunderts.

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Leicht Verdauliches bei Wien Modern

Leicht Verdauliches bei Wien Modern

Viele Konzertbesucher, die klassische Musik lieben, meiden zeitgenössische Klänge wie der Teufel das Weihwasser. Das müssen Konzertveranstalter bei der Zusammenstellung eines Konzertes bedenken. Aus diesem Grund wird – wenn überhaupt – Zeitgenössisches meist vor der Pause gespielt, denn würde es im zweiten Teil erklingen, wäre der Konzertsaal meist leer.

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Ein Bürohaus wird zur Klangkathedrale

Ein Bürohaus wird zur Klangkathedrale

In Kooperation mit Wien Modern und unter Mitwirkung von Karlheinz Essl jun., der für die musikalische Reihe im Schömerhaus verantwortlich ist, wurde dort das Stück „chiaroscuro“ von Manuela Kerer präsentiert. Der Titel „chiaroscuro“ bezeichnet einen Begriff, der ursprünglich in der Kunstgeschichte verwendet wird und das Hell-Dunkel-Spiel in einem Bild bezeichnet.Mit der Unterstützung der Bläser und Streicher schuf sie dabei Klangwelten, die ins Gespenstische rückten, aber auch solche, die mit Schmerzensschreien auf die qualvolle Daseinsseite des Menschen verwies.„chiaroscuro“ basiert auf der Idee von Platons Höhlengleichnis.

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Rot wie das Blut und schwarz wie der Tod

Rot wie das Blut und schwarz wie der Tod

Elektra, vom Studierenden des Max Reinhardt Seminars Evgeny Titov neu inszeniert, war in Wien zu sehen. Die Interpretation des zweiten Teiles der Orestie kündet vom Willen, seinen Schauspielerinnen und Schauspielern alles abzuverlangen und dem Publikum starke Bilder zu präsentieren. Eine sehr gute Voraussetzung für Kommendes.

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Im Burgtheater wird geschunkelt

Im Burgtheater wird geschunkelt

„Bei Einbruch der Dunkelheit“ ist eine Auftragsarbeit, die Peter Turrini 2005 für das Stadttheater Klagenfurt fertigstellte. Als Hommage zu seinem 70. Geburtstag feiert es nun in Wien am Burgtheater fröhliche Urstände. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn gelacht wird viel in dieser – zumindest im ersten Teil – schrägen Farce.

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Filmmusik ganz ohne Film

Filmmusik ganz ohne Film

Filmmusik ganz ohne Filme. Das bot das Klangforum Wien unter Sylvain Cambreling am Dirigentenpult im Wiener Konzerthaus anlässlich des Festivals Wien Modern am 9. November. In insgesamt sechs unterschiedlichen Formationen trat der Klangkörper auf, denn ebensoviele...

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Was macht uns zu dem, was wir sind?

Was macht uns zu dem, was wir sind?

Mit „Moving around X“ ist Michael O`Connor eine Arbeit gelungen, die nicht nur alle Qualitätskriterien erfüllt, die zeitgenössischer Tanz heute erfüllen sollte. Es ist ein Werk, das von seinen Gegensätzen lebt, das poetische Bilder noch und noch erzeugt und das Assoziationen erlaubt, die kein Mensch mit einem anderen teilen kann.

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Die Wirklichkeit hat keinen Sinn

Die Wirklichkeit hat keinen Sinn

Rauschende Roben, wechselndes Licht, philosophische Gedanken und Worte voll Ironie und Witz. Das alles hält das Theater Spielraum mit seiner neuen Produktion parat. „Der Mann ohne Eigenschaften“ von Robert Musil ist dort in einer Bühnenfassung und Inszenierung von Gerhard Werdeker zu sehen.

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Ein feuriges Schneewittchen aus der Türkei

Ein feuriges Schneewittchen aus der Türkei

Ein klarer, offener Blick. Dunkle Haare, mit einem kleinen Glitzerdiadem in Zaum gehalten. Ein ärmelloses weißes Kleid mit zarten Rüschen. Ein personifiziertes Schneewittchen. Und doch kommt Çiğdem Aslan nicht aus einer Traumwelt. Die junge Sängerin wuchs als Tochter alevitischer Kurden in Istanbul auf und zog vor wenigen Jahren nach London.

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In einer anderen Zeit und in einer anderen Welt

Was wäre, wenn man in eine bestehende Oper eine andere Wendung einbaut oder besser noch, wenn man die bestehende Oper überhaupt uminterpretiert? Diese Frage stellte sich Olga Neuwirth anlässlich eines Kompositionsauftrages der Komischen Oper Berlin. „American Lulu“ wurde eine Neuauflage von Alban Bergs bekanntem Werk.

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Komm mit nach Paris und auf einen anderen Planeten!

Komm mit nach Paris und auf einen anderen Planeten!

Rot, grün und gelb, nein, stimmt nicht. Knallrot, knallgrün und knallgelb. So sind sie angezogen, die drei Männer, die zusammen wohnen und viel Spaß miteinander haben. Sie heißen Sven, Raoul und Itze und lassen die Kinder in ihrem Theaterstück teilhaben an einem ganz normalen Tag. Itze bereitet morgens für sich und seine Freunde Eier mit Speck zu. Dann macht man gemeinsam sauber, zieht sich, wieder gemeinsam und auf „hepp!“ an.

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Perfide, wirklich ganz perfide

Perfide, wirklich ganz perfide

Die Bühne – schneeweiß. Wände und Boden – schneeweiß. Die Plastiksessel darauf – schneeweiß. Nur an der Stirnwand sind die Vornamen der Schauspielerinnen in großen, schwarzen Lettern zu lesen. Michaela, Susanne, Aisha, Alev, Isabella, Kirstin. Das sind die sechs weiblichen Champions, die anlässlich der Wiener Uraufführung von „Pension Europa“ in einen eiskalten Bühnenring steigen und dort ihren Kampf gegen alltägliche Widrigkeiten beginnen. Wo gut gespielt wird, braucht es kein Bühnenbild. Die Damen des Aktionstheater Ensemble kommen zu Recht ohne aus.

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Vom Schtetl nach New York

Vom Schtetl nach New York

Kommt alle mit ins Schtetl! Stopp – umdrehen – auf nach New York! So könnte die Aufforderung des Klarinettisten David Orlowsky an sein Wiener Publikum gelautet haben, als er mit seinem Trio im Nestroyhof Hamakom gastierte. Anlässlich der Dezember-Veranstaltungsreihe „Sam`s Bar“, spielte er dort vor ausverkauftem Haus gemeinsam mit Jens-Uwe Popp an der Gitarre und Florian Dohrmann am Bass Klezmer. Und was für einen!

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Tempo, Tempo, Tempo

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Churchills Text ist wie geschaffen für das Max-Reinhardt-Seminar und Esther Muschol macht es den Jungen möglich, ihre gesamte künstlerische Bandbreite an nur einem Abend zu zeigen.

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Ein Krieg verschont niemanden

Ein Krieg verschont niemanden

Sehenswert, berührend, aufrüttelnd, packend und ein Muss für jeden denkenden Europäer und jede Europäerin. Und darüber hinaus für jene, denen der gedankliche Transfer zu allen Kriegsschauplätzen gelingt, unter denen unsere Erde leidet. „Balkan Requiem“ ist ein Theaterabend, den viele Menschen bewusst meiden, weil sie mit Leid, Krieg und Tod tagtäglich via Bildschirm konfrontiert werden und sich nicht zusätzlich „belasten“ wollen. Eine Einstellung, die zwar verständlich, aber kurzsichtig ist.

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Dr. Schiwago winkt aus der Ferne

Dr. Schiwago winkt aus der Ferne

Johnny Breitwieser. Eine Verbrecherballade aus Wien von Thomas Arzt (Text) und Jherek Bischoff (Musik) Eigentlich hieß er Johann, was in Wien allgemein den Kosenamen „Schani“ nach sich zieht. Aber im 21. Jahrhundert rufen ihn alle Johnny. Den Breitwieser. Den Gauner...

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Wer spielt – gewinnt!

Wer spielt – gewinnt!

„Kharbga“ jeux de pouvoir – übersetzt – Kharbga, Spiel der Macht – nennt sich ein Tanzabend, der von der tunesisch-französischen Companie Chatha im November im Tanzquartier erstmals in Österreich aufgeführt wurde. Das Gefühl, nicht mehr alleine einer Willkür ausgeliefert zu sein, das Gefühl eine Rechtsstaatlichkeit aufbauen zu können und schließlich auch gemeinsam ausgelassen feiern zu können, das ist schon vorhanden. Wie man in „Kharbga jeux de pouvoir“ fühlen konnte.

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Das Leben geht uns alle an

Das Leben geht uns alle an

„Ich bin O.K.“ dieser Verein hat es sich seit nunmehr schon 35 Jahren zum Ziel gesetzt, Menschen mit und ohne Behinderung in Wien zusammenzuführen und ihnen allen zu helfen, ein sinnerfülltes Dasein zu leben. Mit Freude und Inklusion anstatt Trauer und Weggeschobenwerden.
Seit 2010 betreiben Hana Zanin und ihr Mann Attila im Rahmen dieses Vereines auch eine eigene Dance-Company mit dem Namen „Ich bin o.k.“. Alle zwei Jahre wird dafür ein neues Stück für die Bühne erarbeitet. Darin arbeiten Tänzerinnen und Tänzer mit und ohne Behinderung zusammen.

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Sein oder Nichtsein – das ist hier nicht die Frage

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Im Irrenhaus. „Der Rest ist Schweigen“ – mit diesen Worten, den letzten aus Shakespeares Drama endet die Passage aus der Apokalypse, die Johannes so wort- und bildreich beschrieben hat. Und zugleich beginnt damit ein Parforceritt durch die Gedanken Hamlets alias Florian Lebek – jenem Autoren-Schauspieler, der waghalsi seine eigene Hamletidee auf die Bühne brachte.

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Verdammt sei der Krieg

Verdammt sei der Krieg

Die Komponistin Olga Neuwirth kann man schon als Spezialistin für Filmmusik bezeichnen, stammt doch bereits eine ganze Reihe von Vertonungen von ihr. Mit der vorliegenden Arbeit, die bei Wien Modern im Gartenbaukino ihre Österreichische Erstaufführung erlebte, vertonte Neuwirth ihren zweiten Stummfilm. „Maudite soit la guerre“ – verdammt sei der Krieg, trägt den Untertitel ein film-musikalisches War-Requiem.

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Der Mensch, seine Handschrift und seine Stimme

Der Mensch, seine Handschrift und seine Stimme

Der Mensch, seine Handschrift und seine Stimme – diese Trias war bei der Vernissage das zentrale künstlerische Thema der Galerie im Curhaus der Pfarre St. Stephan. Derzeit sind in den Räumlichkeiten Bilder und Skulpturen von Valentin Oman und Barbara Szüts zu sehen. Zur Eröffnung gab es durch das Konzert von Elisabeth Ofenböck noch einen zusätzlichen Kunstgenuss.

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Die Auslöschung des Egos

Die Auslöschung des Egos

Das Ergebnis war ein spannungsgeladener, temporeicher Abend, an dem sich Klangexperimente an bereits besser bekannte Hörerlebnisse reihten, Der Eindruck, in einer dadaistischen Vorstellung der 20er Jahre zu sitzen wurde einzig und allein durch wesentlich kühnere klangliche Begleitumstände nicht bestätigt. Dada ja, aber nicht eines der 20er Jahre des 20. sondern schon bald des 21. Jahrhunderts.

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Leicht Verdauliches bei Wien Modern

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Viele Konzertbesucher, die klassische Musik lieben, meiden zeitgenössische Klänge wie der Teufel das Weihwasser. Das müssen Konzertveranstalter bei der Zusammenstellung eines Konzertes bedenken. Aus diesem Grund wird – wenn überhaupt – Zeitgenössisches meist vor der Pause gespielt, denn würde es im zweiten Teil erklingen, wäre der Konzertsaal meist leer.

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Ein Bürohaus wird zur Klangkathedrale

Ein Bürohaus wird zur Klangkathedrale

In Kooperation mit Wien Modern und unter Mitwirkung von Karlheinz Essl jun., der für die musikalische Reihe im Schömerhaus verantwortlich ist, wurde dort das Stück „chiaroscuro“ von Manuela Kerer präsentiert. Der Titel „chiaroscuro“ bezeichnet einen Begriff, der ursprünglich in der Kunstgeschichte verwendet wird und das Hell-Dunkel-Spiel in einem Bild bezeichnet.Mit der Unterstützung der Bläser und Streicher schuf sie dabei Klangwelten, die ins Gespenstische rückten, aber auch solche, die mit Schmerzensschreien auf die qualvolle Daseinsseite des Menschen verwies.„chiaroscuro“ basiert auf der Idee von Platons Höhlengleichnis.

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Rot wie das Blut und schwarz wie der Tod

Rot wie das Blut und schwarz wie der Tod

Elektra, vom Studierenden des Max Reinhardt Seminars Evgeny Titov neu inszeniert, war in Wien zu sehen. Die Interpretation des zweiten Teiles der Orestie kündet vom Willen, seinen Schauspielerinnen und Schauspielern alles abzuverlangen und dem Publikum starke Bilder zu präsentieren. Eine sehr gute Voraussetzung für Kommendes.

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Im Burgtheater wird geschunkelt

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„Bei Einbruch der Dunkelheit“ ist eine Auftragsarbeit, die Peter Turrini 2005 für das Stadttheater Klagenfurt fertigstellte. Als Hommage zu seinem 70. Geburtstag feiert es nun in Wien am Burgtheater fröhliche Urstände. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn gelacht wird viel in dieser – zumindest im ersten Teil – schrägen Farce.

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Filmmusik ganz ohne Film

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Was macht uns zu dem, was wir sind?

Was macht uns zu dem, was wir sind?

Mit „Moving around X“ ist Michael O`Connor eine Arbeit gelungen, die nicht nur alle Qualitätskriterien erfüllt, die zeitgenössischer Tanz heute erfüllen sollte. Es ist ein Werk, das von seinen Gegensätzen lebt, das poetische Bilder noch und noch erzeugt und das Assoziationen erlaubt, die kein Mensch mit einem anderen teilen kann.

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Die Wirklichkeit hat keinen Sinn

Die Wirklichkeit hat keinen Sinn

Rauschende Roben, wechselndes Licht, philosophische Gedanken und Worte voll Ironie und Witz. Das alles hält das Theater Spielraum mit seiner neuen Produktion parat. „Der Mann ohne Eigenschaften“ von Robert Musil ist dort in einer Bühnenfassung und Inszenierung von Gerhard Werdeker zu sehen.

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