Tiefe Liebeslabyrinthe

‚Maslans Frau‘ und ‚Tiefer als der Tag‘ gehen an diesem Theaterabend eine geistige Liaison ein, die dem Publikum viel Diskussionsstoff bietet.

Politisches im Theater

Wer sich nicht einmischt, wird überstimmt. Direkte Demokratie oder doch eine Demokratur? „Libertalia 2.0 – was nach der Revolution geschah bietet ausreichend Platz für Interpretationen.

Ein zeitgenössischer Klassiker

„Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt, in der Inszenierung von Frank Hoffmann am Burgtheater, blieb nah am Originaltext, war aber dennoch mit einem neuen Interpretationstwist ausgestattet.

Neues Volkstheater

Das 4-tägige Festival ist nicht nur eine Leistungsschau des Max Reinhardt Seminars. In der intimen Atmosphäre des Hauses bekommt man hautnah auch etwas von den Arbeitsbedingungen, dem Teamgeist, aber auch so manchen Wünschen, Träumen und kleineren und größeren Katastrophen der Studierenden mit.

Ein Postbeamter außer Rand und Band

„Rudi langt`s“ vermittelt den Eindruck einer Produktion, die aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Sie verwendet keine zeitgeistigen, technischen Hilfsmittel wie Videoeinspielungen oder aufwändige Bühnenumbauten.

Vergessen Sie den Titel

Ein hohes Sprechtempo und eine rasche Abfolge von Szenenwechseln kennzeichnen die Inszenierung genauso wie kurze, eingeschobene choreografische Teile.

Woran erinnert mich das nur?

Es sind mehrere Faktoren, die diesen Abend so herausragend und besonders machen: Zuallererst ist es die eindringliche und zugleich doch so unaufdringliche Spielweise von Stolberg, die einem in seinen Bann zieht. Es ist der ungekünstelte und sich doch sich so tief ins Herz schleichende Text von Joop Admiral.

Keine Erlösung für Jedermann

In einem gelungenen Gesamtpaket von Text, Regie, Bühnenbild und Kostümen, präsentiert sich „jedermann (stirbt)“ trotz mannigfaltiger Gegenwartsbezüge nicht als abgeschmackte Raubkopie oder umstürzlerisches Theater-Manifest.

Zwei Leben, die bis heute nachwirken

„Arbeit, lebensnah – Käthe Leichter und Marie Jahoda“ ist beinahe ein Lehrstück darüber, wie Frauen, die von ihrer Idee vollkommen überzeugt sind, es schaffen, die Gesellschaft ein Stück weit gerechter zu machen.

Ich bin Schicksal! Ich bin sexy!

„Macbeth – Reine Charaktersache“ könnte sich zu einem wahren Publikumsmagneten entwickeln. Gerechtfertigt wäre es. Gernot Plass arbeitete sich bereits an mehreren Shakespeare-Dramen ab und fuhr nun mit seiner Macbeth-Überschreibung einen großen Premierenerfolg an seinem eigenen Haus ein.

Bittere Brocken leicht verdaulich

Diese Inszenierung ist wie geschaffen dafür, einen witzig-spritzigen Theaterabend zu erleben. In ihm werden nicht nur schauspielerische Höhepunkte, sondern auch eine sprachliche Glanzleistung präsentiert, in der sich die Abgründe eines Ehealltags auf höchst vergnügliche Weise offenbaren.

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